2020 – königlicher Besuch und eine frohe Botschaft

Turandot, eine Oper von Giacomo Puccini, stand auf dem Spielplan. Natürlich nicht als Oper! Unser Autor, Roland Beier packte das Thema ins Mittelalter und schuf somit ein amüsantes fiktives Stück Zeitgeschichte mit dem Titel: „D‘Weißwurschtprinzessin“. Da unsere Protagonistin nicht gerade zimperlich mit ihren Freiern umging, wurde geköpft was das Zeug hielt. Hierzu entstand eine gruselige Kopfparade. Auch bei den Kostümen konnte unsere Anna di Buono wieder glänzen. Philipp Hiller erwies sich als würdiger Nachfolger unserer bisherigen Graphikerin. Und um unserer Weißwurst das Krönchen aufzusetzen, besuchte uns auch noch die amtierende Weißwurstkönigin. Das Stück kam bei unserem Publikum gut an und die Spielsaison 2020 verging mal wieder wie im Flug. Kurz vor Beendigung der Spielsaison verkündete unsere Weißwurschtprinzessin, Simone Krist, dass wir Bühnennachwuchs aus eigener Produktion bekommen. Die Freude im Ensemble war riesig: „Hurra, wir werden alle Eltern!“

Exakt einen Monat später befand sich das ganze Land im Lockdown und die Kunst- und Kulturszene war tot. Das Frühjahr ging vorbei und es folgte ein Sommer voller Hoffnung. Roland Beier nutzte den Lockdown und vollendete sein nächstes Werk, das er bereits Ende 2019 begonnen hatte zu schreiben. Diesmal sollte es eine Tragödie mit faustischem Inhalt werden und wie sich im Nachhinein herausstellte, aktueller denn je.

Naiv wie wir waren, stürzten wir uns auf die Vorbereitung der Spielsaison 2021. Kostüme wurde geschneidert, das Bühnenbild gebastelt, Fotos gemacht und Filme gedreht. Mitte September 2020 begannen die Proben mit Franz Rinberger als Neuzugang in der Regie. Von Probe zu Probe wuchs bei uns die Befürchtung, dass die Pandemie, so sehr wir es uns auch wünschten, doch noch nicht zu Ende war. Anfang Oktober war dann Schluss. Corona hatte das Land im Würgegriff und wir mussten die Saison 2021 absagen.



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