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We are Family! - Die Beiers

Haben Sie sich schon immer gefragt, wen sie bei der Münchner Volkssängerbühne e.V. spielen sehen? Was sind das für Menschen, die Jahr für Jahr in neue Rollen schlüpfen und alles geben, um Ihnen einen herrlichen Theaterabend zu bescheren?

Die Beiers auf der Bühne

Jeder Verein braucht einen Kopf. Das ist bei der MVB e.V. nicht anders. Unser Kopf heißt Roland Beier. Doch er ist nicht allein! Sowohl Bärbel, seine Frau als auch sein Sohn Sebastian haben sich dem Theater verschrieben. Die Beiers sind eine echte Theaterfamilie, bei der die Münchner Volkssängerbühne e.V. das ganze Jahr über Thema ist.


1987 hörte Roland, oder von uns liebevoll Rolo genannt, im Radio einen Castingaufruf der Münchner Volkssängerbühne e.V. bei Radio Arabella. Da der gebürtige Unterhachinger ein sehr kreativer Mensch ist, hat er sich gleich gemeldet und dann war er dabei.

Heute ist Rolo im Vorstand der MVB, schreibt die meisten Stücke für die Bühne selbst und plant und gestaltet maßgeblich das Bühnenbild und die Kostüme mit.

Seine weiteren Hobbys sind die Bildhauerei und das Malen, tauchen und die Arbeit im eigenen Garten. Der 57 jährige liebt alles, was kreativ ist.

An der MVB mag er neben den vielen tollen Leuten auf und hinter der Bühne auch das Publikum, die vielen Stammgäste, die der Bühne schon viele Jahre die Treue halten und die neuen Gesichter, die sich für die Bühne begeistern. Rolo unterhält sich gern mit den Gästen und wenn man noch mehr über ihn wissen möchte, dann kann man ihn gerne einfach ansprechen.

Rolo 2013 in Manchmoi lafts hoid bläd

Die Liebe fürs Theater und fürs tauchen teilt Rolos Frau Bärbel. Die 48-jährige Beamte, die außerdem gerne reiten geht und, wenn es geht, lange ausschläft, kam 1990 zur Münchner Volkssängerbühne e.V. Nach Ihrer Ausbildung hatte die gebürtige Münchnerin wieder sehr viel Freizeit und erinnerte sich an Ihre alte Leidenschaft. Schon in der Schule war sie gerne auf der Bühne gestanden. Und so kam Ihr der Kontakt zum ehemaligen Vorstand der MVB gerade Recht. Dieser war nämlich ein Arbeitskollege ihres Vaters.

Besonders gern mag Bärbel an der MVB, dass die Bühne kein Bauerntheater ist. Es werden anspruchsvolle und meist tiefgründige Stücke gespielt. Auch gibt es keine strengen Hierarchien, jeder kann sich einbringen und Vorschläge und kreative Ideen werden gerne ausprobiert und angenommen.

Und dann trafen sich Rolo und Bärbel bei der MVB. Oder wie Bärbel so schön sagt, erst verliebte sie sich ins Theater, dann verliebte sie sich im Theater und diese Liebe hält schon seit 28 Jahren. Also die zu Rolo. Und die zum Theater auch.

Bärbel 2010 als Die Jedermann


Der Sohn der beiden wurde quasi ins Theater hineingeboren. Sebastian der heute 25 Jahre alt ist und als Chemietechniker bei Linde Gas arbeitet, war schon 9 Monate vor seiner Geburt auf der Bühne gestanden, da seine Mutter sich durch eine Schwangerschaft nicht von der Bühne abhalten ließ.

Aktiv spielt er seit er ungefähr 3 Jahre alt war, Kinderrollen wurden mit ihm besetzt. Heute wird er meist als der junge Wilde besetzt, was auch sehr gut zu ihm passt.

Neben dem Theater geht Basti mit seinen Eltern reiten und tauchen, außerdem liebt er Musik, Computerspiele und ausgedehnte Spaziergänge.


Fragt man die Beiers nach ihrem Lieblingsstück der MVB, fällt allen auf jeden Fall der „Boandlkramerblues“ ein. Bärbel mag zudem noch „Die Jedermann“ weil die Hauptrolle ihr viel abverlangte, dieses Stück ist auch für Sebastian ganz vorne mit dabei. Rolo mag immer das aktuelle Stück am liebsten, weil er die Entwicklung des Stückes bis zur Bühnenreife spannend findet und auch immer ein wenig aufgeregt ist, wie es beim Publikum ankommt.

Bei so viel Zeit, die man als Familie im und mit dem Theater verbringt, ist den dreien aber immer eines wichtig: Familie kommt immer an erster Stelle. Dann das Theater. Und natürlich schenkt die Bühne auch tolle Familienerlebnisse. Das gemeinsame Arbeiten an einem Stück schweißt zusammen und Bärbel war immer unheimlich stolz auf Ihren Sohn, zum Beispiel als er mit zwölf seine erste Sprechrolle hatte.

Sebastian (rechts) in Ludwig 2.0 reloaded

Auf jeden Fall kann die Familie Beier das Theaterspielen als Familienaktivität empfehlen. Es darf nur kein Zwang aufkommen und jeder muss auch noch seinen anderen Interessen nachgehen können.


Eigentlich enden die Artikel ja immer mit Lebensweisheiten oder Lebensmottos der Schauspieler. Das ist in diesem Fall gar nicht so einfach. Während Bärbel nach dem Motto lebt, dass Probleme da sind um gelöst zu werden, hat sich Sebastian drei Leitsätze fürs Leben gemerkt, nämlich „Leben und Leben lassen“, „Stress ist ungesund, also mach dir keinen“ und „S´wead scho wean, muaß ja“.

Und Rolo? Von dem gibt es wie immer keine einfache Antwort. Lebensmottos seien nämlich meistens weise Sprüche, die sich nicht jeder leisten kann. Es mag sich ja toll anhören, wenn man sagt: „Lebe nicht zum Arbeiten, sondern arbeite um zu leben.“ Aber man solle das doch mal zu einer alleinerziehenden Verkäuferin mit einem Einkommen von 1300 € und einer Miete von 900 € sagen. Dann mutiere so ein Lebensmotto schnell zu einem schlechten Witz.

Erstens hat er damit schon Recht. Und zweitens ist er halt ein kreativer Kopf, in dem viele Ideen und Worte umherspuken. Und drittens wäre einfach auch irgendwie langweilig. Aber langweilig, das ist die Familie Beier sicher nicht. Davon sind nun sicher alle überzeugt.


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